Vor Parade am 9. Mai
Russische Behörden schränken Mobilfunk in Moskau ein - Sicherheitsmaßnahmen für Putin laut Bericht erhöht

Russische Behörden schränken das mobile Empfangsnetz in Moskau in den kommenden Tagen zusätzlich ein.

    In Moskau erstrahlen der Kreml und das Wolkenkratzerviertel Moskwa City in der Nachmittagssonne.
    Moskau schränkt Mobilfunk aus Sicherheitsgründen ein (Archivbild). (picture alliance / dpa / Ulf Mauder)
    Die Maßnahme wird durch das gestiegene Risiko durch ukrainische Drohnenangriffe begründet. Von heute an bis zum Samstag sind der mobile Internetzugang sowie der Mobilfunk in der Hauptstadt eingeschränkt. Dort findet am 9. Mai die jährliche Parade anlässlich des Sieges über Nazideutschland statt. Der Internetzugang wird in Russland seit einiger Zeit eingeschränkt. Vor allem der Kontakt mit dem Ausland wird für die Bevölkerung dadurch zunehmend erschwert.

    Berichte: Kreml verstärkt Sicherheitsmaßnahmen für Putin

    Der Kreml hat Berichten zufolge auch die Sicherheitsmaßnahmen für Staatschef Putin erhöht. Es seien Maßnahmen ergriffen worden, um einem möglichen Putsch oder einem Attentat vorzubeugen. Putin habe seine öffentlichen Auftritte reduziert. Wie die Financial Times schreibt, verbringt er mehr Zeit in unterirdischen Bunkern. Putins Isolation habe bereits in den letzten Jahren zugenommen, insbesondere seit der Covid-19-Pandemie. Doch seit März habe sich die Sorge des Kremls vor einem Staatsstreich oder einem Attentat, insbesondere unter Einsatz von Drohnen, stark verstärkt, so die FT mit Verweis auf einem europäischen Geheimdienst nahestehende Person.
    Diese Nachricht wurde am 05.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.