Ukraine-Krieg
Russische Drohne trifft Atommülllager nahe Tschernobyl

Russland hat mit einer Drohne ein ‌Lager für abgebrannte Brennelemente ​in der Nähe des ukrainischen Atomkraftwerks Tschernobyl getroffen.

    Zwei Arbeiter stehen vor der Schutzhülle am havarierten Reaktor in Tschernobyl
    Das havarierte Atomkraftwerk Tschernobyl (Archivbild) (imago / NurPhoto / Kyrylo Chubotin)
    Zunächst war unklar, ob es sich dabei um einen gezielten Angriff handelte. Die Strahlungswerte seien ‌stabil, erklärten die ukrainischen Behörden. Berichte über Verletzte gebe es nicht. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA kündigte an, die Anlage alsbald zu inspizieren. Man sei von ukrainischer Seite über "erhebliche Schäden" an dem Gebäude informiert worden. IAEA-Generaldirektor Grossi erklärte auf X, der Vorfall sei "äußerst besorgniserregend", da er sich in einer Liegenschaft ereignet habe, wo große Mengen an Kernmaterial gelagert seien. Angriffe auf kerntechnische Anlagen seien völlig inakzeptabel und verstießen gegen zentrale Grundsätze der nuklearen Sicherheit während eines militärischen Konflikts.
    Der ukrainische Präsident Selenskyj nannte den Angriff extrem niederträchtig. Russland ⁠habe das Gebiet ⁠gezielt attackiert.
    Diese Nachricht wurde am 07.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.