
In der Grenzregion Wolyn nahe des Grenzbahnhofs Jahodyn traf eine Drohne die Lokomotive eines Personenzugs, wie die ukrainische Staatsbahn mitteilte. Verletzte gab es demnach nicht. Der ukrainische Präsident Selenskyj erklärte, Moskau habe den Zug absichtlich angegriffen. Der Bahnbetreiber PKP Intercity teilte mit, der Zug sei von Kiew nach Warschau unterwegs gewesen. An Bord hätten sich mehr als 200 Fahrgäste befunden.
Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" musste bei einem anderen Vorfall ein privat gecharterter Sonderzug teilweise evakuiert werden, nachdem es in der Nähe Drohenbeschuss gegeben hatte. An Bord dieses Zuges waren demnach einer der engster Berater von Bundeskanzler Merz, der außen- und sicherheitspolitische Berater im Kanzleramt, Sautter, und mehrere Bundestagsabgeordnete. Außerdem hätten sich der ehemalige britische Premierminister Johnson und Sicherheitsberater weiterer europäischer Regierungen im Zug befunden. Sie alle seien zu Beratungen in Kiew gewesen.
Außenminister Sikorski teilte mit, der russische Präsident Putin lasse die Lage eskalieren. Ministerpräsident Tusk rief einen Krisenstab zusammen. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, es habe in der Westukraine Infrastruktur attackiert, die für Militärtransporte aus Europa genutzt werde.
Auch die Ukraine griff mit Drohnen mehrere zivile und industrielle Ziele in Russland an. Nach örtlichen Berichten starben in der russischen Teilrepublik Tatarstan mindestens zwei Menschen, mehrere Personen wurden verletzt. Der Generalstab in Kiew sprach von Angriffen auf die Ölinfrastruktur.
Diese Nachricht wurde am 13.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.






