
Demnach wurden im Jahr 2025 mindestens vier Journalistinnen und Journalisten durch russische Drohnenangriffe getötet und viele weitere verletzt. Mindestens 26 ukrainische Journalisten befinden sich weiterhin in russischer Gefangenschaft.
Der Bericht zählt insgesamt 344 Fälle von gravierenden Einschränkungen der Pressefreiheit in Europa. Im Schnitt kommt es fast jeden Tag zu einem schweren Angriff gegen Journalistinnen und Journalisten. Das ist ein Anstieg um 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die meisten Meldungen stammen aus Russland, der Türkei, Georgien, Serbien und der Ukraine, wobei sich die Hinweise zur Ukraine überwiegend auf die von Russland besetzten Gebiete beziehen oder russischen Kräften zugeschrieben werden.
Nicht nur im Kriegsgebiet sind Medienschaffende unter Druck geraten. In rund einem Viertel aller europäischen Staaten kam es bei Protesten dem Bericht zufolge zu körperlichen Angriffen durch Polizeikräfte, politische Akteure oder Demonstrierende. Die höchsten Zahlen wurden aus Georgien, Serbien und der Türkei gemeldet.
Der Bericht warnt außerdem vor dem systematischen Einsatz von Freiheitsentzug als Mittel der Medienkontrolle. Demzufolge befanden sich zum Jahresende 2025 europaweit 148 Journalistinnen und Journalisten in Haft, davon 58 in Russland oder den von Russland besetzten Gebieten der Ukraine, 36 in Aserbaidschan, 27 in Belarus und 24 in der Türkei.
Diese Nachricht wurde am 03.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
