Nach Wiederzulassung durch IOC
Russischer Leichtathletik-Verband zieht wegen Sperre vor Sportgerichtshof

Der russische Leichtathletik-Verband zieht wegen des Ausschlusses seiner Athletinnen und Athleten für internationale Wettkämpfe erneut vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS).

    Eine Flagge Russlands weht hinter einem Zaun während der Eröffnungsfeier der Paralympischen Spiele 2014 im Fisht Olympiastadion.
    Russischer Leichtathletik-Verband zieht wegen Sperre vor Cas. (Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa)
    Die Sperre durch den Weltverband World Athletics würde "die grundlegenden Interessen der Leichtathletik in Russland" beeinträchtigen – und zwar "aus Gründen, die der russische Verband als diskriminierend ansieht", wie es in einer Mitteilung hieß. 
    Der Schritt erfolgt zwei Tage nach der Wiederzulassung Russlands durch das Internationale Olympische Komitee (IOC). "Wir nehmen den Einspruch des russischen Leichtathletik-Verbands beim CAS zur Kenntnis und werden unsere Position mit Nachdruck verteidigen", wurde der Leichtathletik-Weltverband von der Nachrichtenagentur AP zitiert.
    Russlands Leichtathleten sind seit November 2015 international gesperrt. Der Ausschluss aufgrund eines massiven Dopingskandals wurde im März 2023 aufgehoben. Der Bann wegen des Krieges gegen die Ukraine besteht seit März 2022 und ist nach wie vor in Kraft.
    Russlands Leichtathleten waren in der Vergangenheit bereits mehrmals vor den CAS gezogen, blieben aber stets erfolglos.
    Diese Nachricht wurde am 10.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.