Wegen Berichten über Ukraine-Krieg
Russland entzieht kritischem Journalisten die Staatsbürgerschaft

Russland hat einem Journalisten die Staatsbürgerschaft entzogen, der kritisch über das Vorgehen der russischen Streitkräfte im Ukraine-Krieg berichtet hatte.

    1347103 Russia, Moscow. 01/21/2013 FSUE Goznak staff member packs blank biometric passports ready to send to Russian citizens in the Reserve personalization center in Moscow. Grigoriy Sisoev/RIA Novosti |
    Pässe für russische Bürger (Symbolbild) (RIA Nowosti / Grigoriy Sisoev)
    Der Journalist Roman Anin ist Chefredakteur des Internetportals "Waschnyje Istorii", zu deutsch "Wichtige Geschichten". Es wurde 2022 kurz nach Beginn des Krieges gegen die Ukraine auf die schwarze Liste unerwünschter Organisationen gesetzt. Das Portal und Anin arbeiten inzwischen aus dem Exil. Die Behörden werfen ihm eine angebliche Diskreditierung der Streitkräfte vor, was in Russland als Straftat gilt.
    Wegen einer ähnlich lautenden Anschuldigung beginnt morgen in Moskau das Strafverfahren gegen den Düsseldorfer Künstler und Karnevalswagenbauer Jacques Tilly mit einer ersten Anhörung. Er hatte mit Motiven beim Rosenmontagszug den russischen Präsidenten Putin wegen des Krieges in der Ukraine kritisiert.
    Diese Nachricht wurde am 23.12.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.