
Der ukrainische Präsident Selenskyj warnte ausländische Politiker, an der Weltkriegsparade am Samstag in Moskau teilzunehmen. In seiner Videoansprache sagte er wörtlich: "Wir raten davon ab". Im Gegenzug drohte Russland mit einem Vergeltungsschlag, sollte die Ukraine die Militärparade angreifen. Aus dem Kreml hieß es, die Bewohner Kiews sollten die Stadt in diesem Fall verlassen.
Die Ukraine hat unterdessen ihre Angriffe auf Russland fortgesetzt und nach eigenen Angaben ein russisches Raketenschiff im Kaspischen Meer beschossen. Außerdem meldete Moskau einen großangelegten Drohnenangriff aus der Ukraine. Demnach wurden knapp 350 Drohnen vom russischen Militär abgeschossen - auch in der Hauptstadtregion. Den Angaben zufolge handelte es sich um den zweitgrößten ukrainischen Drohnenangriff während des Krieges.
Eigentlich hatte Kiew eine Waffenruhe angekündigt, die seit gestern gelten sollte. Von russischer Seite ist sie lediglich für Freitag und Samstag angeordnet, wenn dort an den sowjetischen Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg erinnert wird.
Diese Nachricht wurde am 07.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
