Militärübung mit Belarus
Russland unterstreicht Rolle als Atommacht

Zum Abschluss eines dreitägigen Manövers mit Belarus haben die russischen Atomstreitkräfte nuklear bestückbare Raketen getestet.

    Der russische Präsident Putin und sein belarussischer Kollege Lukaschenko nehmen an einer Videokonferenz im Rahmen gemeinsamer Nuklearübungen teil.
    Der russische Präsident Putin und sein belarussischer Kollege Lukaschenko nehmen an einer Videokonferenz im Rahmen gemeinsamer Nuklearübungen teil. (Foto:Kreml) (dpa/ Pool Sputnik Krem / Mikhail Metzel)
    Eine Interkontinental-Rakete wurde aus Nordrussland auf ein Zielgebiet auf der fernöstlichen Halbinsel Kamtschatka abgefeuert, wie das Verteidigungsministerium in Moskau mitteilte. Präsident Putin und der belarussische Machthaber Lukaschenko verfolgten nach Kreml-Angaben das Manöver am Bildschirm.
    An den Übungen in Russland und dem Nachbarland nahmen rund 64.000 Soldaten teil. Nach Angaben des belarussischen Verteidigungsministeriums erklärte Putin, der Einsatz von Atomwaffen sei das letzte Mittel. Lukaschenko sagte der Nachrichtenagentur Belta zufolge, sein Land werde sich nicht in den Ukraine-Krieg hineinziehen lassen. Im Falle eines Angriffs würden sich aber beide Länder gemeinsam verteidigen.
    Das Manöver fiel diesmal in eine Zeit verschärfter Spannungen zwischen der NATO und Russland.
    Diese Nachricht wurde am 21.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.