Migrationspolitik
Sánchez beklagt Verstoß gegen Solidaritätsprinzip mehrerer EU-Länder bei Ceuta-Reaktion

Spaniens Ministerpräsident Sánchez wirft mehreren EU-Ländern vor, mit ihrer Reaktion auf die Migranten in der Exklave Ceuta Falschmeldungen aufgesessen zu sein.

    Mehrere Menschen gehen durch ein großes Tor, daneben stehen Soldaten.
    Zehntausende Migranten sind von Ceuta nach Marokko zurückgekehrt. (IMAGO / Europa Press / IMAGO / Europa Press)
    In einem Brief an die Spitzenvertreter der Europäischen Union schrieb Sánchez, die Rufe nach einem Ausschluss Spaniens aus dem Schengenraum und ähnliche Forderungen einiger Mitgliedsstaaten seien von Vorurteilen und politischen Interessen getrieben. Ceuta gehöre nicht zum Schengen-Raum, so dass Migranten von dort weder nach Spanien noch in andere EU-Länder weiterreisen könnten. Sánchez betonte, die Mehrheit der EU-Regierungen habe Spanien Solidarität bekundet und Hilfe angeboten. Andere hingegen hätten sich entschieden, Spanien anzugreifen und gegen die Solidaritätsprinzipien der Union zu verstoßen.
    Auf Drängen von 22 der 27 Mitgliedsstaaten werden am Dienstag die EU-Innenminister zu den Geschehnissen in Ceuta konferieren. Mittlerweile sind nahezu alle der rund 50.000 Migranten aus der spanischen Exklave nach Marokko zurückgekehrt. Behörden zufolge stieg die Zahl der Todesopfer auf 67.
    Diese Nachricht wurde am 01.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.