
Dem Text wird nun wieder eine Präambel vorangestellt. Sie enthält einen Gottesbezug, der im ursprünglichen Entwurf nicht enthalten war. Ein Bündnis aus christlichen Kirchen, der Synagogengemeinde Saar und muslimischen Verbänden hatte eine solche Formulierung gefordert. Außerdem heißt es künftig, das Saarland stehe für die deutsch-französische Freundschaft und ein friedliches Europa ein. Explizit als Staatsziele formuliert werden der Schutz jüdischen Lebens und der Kampf gegen Antisemitismus und Antiziganismus. Geändert wurde des Weiteren das Verfahren für die Ernennung von Richtern am Verfassungsgerichtshof. Nach Ansicht der mit absoluter Mehrheit regierenden SPD und der oppositionellen CDU können künftig Blockaden durch extreme Parteien verhindert werden. Beide Parteien verfügen über 48 der 51 Landtagsmandate, die 3 übrigen hält die AfD. Sie stimmte gegen die Verfassungsänderungen.
Die saarländische Verfassung von 1947 hatte eine Präambel. Nach dem Beitritt des Saarlandes zur Bundesrepublik Deutschland 1957 war sie ersatzlos gestrichen worden.
Diese Nachricht wurde am 29.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
