Medienberichte
Sachsen-Anhalt: Haseloff plant offenbar Rücktritt - CDU-Spitzenkandidat Schulze strebt Wahl zum Ministerpräsidenten noch im Januar an

In Sachsen-Anhalt will Ministerpräsident Haseloff sein Amt nach übereinstimmenden Medienberichten vorzeitig abgeben. Die "Mitteldeutsche Zeitung" meldet, damit wolle er noch vor der Landtagswahl im September den Weg freimachen für die Wahl des CDU-Spitzenkandidaten Schulze zum neuen Regierungschef.

    Sven Schulze und Reiner Haseloff stehen gemeinsam vor Mikrofonen und geben Statements ab.
    Amtsinhaber und Kronprinz: Sven Schulze (links) und Reiner Haseloff (picture alliance / Geisler-Fotopress / Agentur Wehnert / M. Gränzdörfer)
    Den Berichten zufolge strebt Schulze an, sich noch im Januar im Parlament zur Wahl zu stellen. Er sagte dem MDR, er könne die Berichte nicht bestätigen und werde sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht äußern.

    Bedingungen festgelegt

    Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen am Montag zunächst die Parteien der Regierungskoalition schriftlich der Bedingung zustimmen, dass die Inhalte des Koalitionsvertrages übernommen werden und das Bündnis aus CDU, SPD und FDP fortgeführt wird. Es gelte zu vermeiden, dass das Land "instabil in den Wahlkampf" gehe.
    Die Landes-CDU hatte Schulze im November zum Spitzenkandidaten gewählt. Haseloff ist seit 2011 Ministerpräsident und regiert mit einer Koalition aus CDU, SPD und FDP. Schulze ist Wirtschaftsminister und CDU-Landeschef.
    In Umfragen zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hatte die AfD mit ihrem Spitzenkandidaten Siegmund zuletzt nahe der 40-Prozent-Marke gelegen - und damit deutlich vor der CDU.
    Diese Nachricht wurde am 08.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.