
Das gestern in Magdeburg beschlossene Programm sei ein Angriff auf Menschenwürde, Freiheit und Solidarität, heißt es in einer Erklärung der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, des katholischen Bistums Magdeburg und der Evangelischen Landeskirche Anhalts. Es stehe für eine Abkehr von bisher selbstverständlichen Freiheitsrechten in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen. Staatliche Denkvorgaben ersetzten die Wissenschaftsfreiheit. Religionsfreiheit werde nach politischer Zweckmäßigkeit bemessen. Eine völkisch-nationalistische Sicht verenge Kunst und Kultur. Statt Wandel mit Zuversicht zu gestalten, werde Angst vor Veränderung geschürt.
Radikale Forderungen im AfD-Programm
Im AfD-Programm ist unter anderem von einer "Abschiebe- und Remigrationsoffensive" die Rede - auch wenn viele Migrationsthemen keine Ländersache sind. Zudem will die AfD die Rundfunkstaatsverträge kündigen. Fördermittel sollen Vereine nach dem Willen der Partei nur noch erhalten, wenn sie "ein glaubhaftes Bekenntnis zur demokratischen Ordnung und zu einer patriotischen Grundhaltung" ablegen.
Hör-Tipp:
Hintergrund: Die AfD und ihre Regierungspläne für Sachsen-Anhalt
Diese Nachricht wurde am 12.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
