Politik
Sachsen-Anhalt: Spitzenkandidaten von CDU und AfD liefern sich vor Landtagswahl hitzige Debatte

Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben sich die Spitzenkandidaten von CDU und AfD bei einem Wahlforum über die Migrationspolitik gestritten.

    Sven Schulze (l, CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt und Ulrich Siegmund (AfD) stehen in der Hyparschale in Magdeburg auf der Bühne.
    Sven Schulze (l, CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt und Ulrich Siegmund (AfD) stehen in der Hyparschale in Magdeburg auf der Bühne. (picture alliance/dpa/Klaus-Dietmar Gabbert)
    Der AfD-Spitzenkandidat Siegmund sagte am Montagabend in Magdeburg, den Fachkräftemangel könne man nicht aus dem Ausland decken. Das Land müsse es aus eigener Kraft über eine vernünftige Familienpolitik schaffen. Ministerpräsident Schulze, der CDU-Spitzenkandidat, warf der AfD vor, kein tragfähiges Konzept für die nächsten fünf Jahre zu haben.
    Neben Bildung und Wirtschaft stand das Thema Sicherheit im Vordergrund. Ministerpräsident Schulze sprach sich dafür aus, Personen mit doppelter Staatsbürgerschaft die deutsche Staatsangehörigkeit zu entziehen, wenn sie als sogenannte Gefährder gelten. Siegmund kritisierte die aktuelle Einbürgerungspolitik und forderte ein konsequenteres Vorgehen gegen Radikalisierung.
    Das Redaktionsnetzwerk Deutschland hatte auch Vertreterinnen und Vertreter von SPD, FDP, Grünen und Linke zu dem Rededuell eingeladen. Die Landtagswahl findet am 6. September statt.
    Diese Nachricht wurde am 28.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.