Infratest dimap
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze (CDU) macht Bundespolitik für AfD-Umfragerekord von 41 Prozent verantwortlich

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze hat den Umfragerekord für die AfD als Ausdruck der Unzufriedenheit über die Bundesregierung gewertet. Dem MDR sagte der CDU-Politiker, die Landtagswahl im Herbst dürfe nicht zu einem Denkzettel für Berlin werden.

    Ein Mann steht in einem großen Raum, im Hintergrund ist das Wappen des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Der Mann ist Sven Schulze, er wurde gerade zum Ministerpräsidenten des Landes gewählt. Er hebt seine rechte Hand nach oben und blickt zufrieden.
    Sven Schulze, CDU, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt. (picture alliance / dpa / Klaus-Dietmar Gabbert)
    Die Menschen müssten wissen, dass es um die Zukunft von Sachsen-Anhalt gehe, betonte Schulze. Ähnlich äußerte sich SPD-Spitzenkandidat Willingmann. AfD-Spitzenkandidat Siegmund sieht sich im Kurs bestätigt. Die Bürger wollten den politischen Wandel.
    Laut Infratest dimap erreichte die Zustimmung für die AfD den Rekordwert von 41 Prozent; zwei Prozentpunkte mehr als bei der jüngsten Umfrage des Meinungsforschungsinsitut im September. Die CDU kommt als zweitstärkste Kraft auf 26 Prozent. Der AfD trauen demnach 31 Prozent der Befragten am ehesten zu, die wichtigsten Probleme des Bundeslands zu lösen, ebenfalls zwei Prozentpunkte mehr. Besonders wichtig sei ihnen der Komplex Einwanderung, Flüchtlinge, Asylpolitik und Integration.
    Derzeit regieren CDU, SPD und FDP in Sachsen-Anhalt. - Infratest dimap hatte rund 1.200 Wahlberechtigte für die Magdeburger Volksstimme, die Mitteldeutsche Zeitung und den MDR befragt. Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. So erschweren etwa nachlassende Parteibindungen und kurzfristige Wahlentscheidungen die Datengewichtung.

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    Diese Nachricht wurde am 07.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.