Autoindustrie
Sachsens Ministerpräsident Kretschmer enttäuscht über Sparpläne bei VW

Nach einer Sitzung des Volkswagen-Aufsichtsrats hat sich der sächsische Ministerpräsident Kretschmer enttäuscht über die angekündigten Sparmaßnahmen geäußert.

    Ministerpräsident Michael Kretschmer
    Ministerpräsident Michael Kretschmer (picture alliance / imageBroker / Sylvio Dittrich)
    Kretschmer sagte im Deutschlandfunk, was gestern diskutiert worden sei, sei ein riesiger Einschnitt, den man so nicht zulassen könne. Der CDU-Politiker bemängelte, es werde über die Schließung des Werks Zwickau-Mosel diskutiert, obwohl dieses nach der Umstellung auf Elektromobilität seine Kostenziele erreicht habe. So könne man nicht vertrauensvoll zusammenarbeiten. Auch der niedersächsische Ministerpräsident Lies betonte, Werksschließungen seien keine Zukunftsstrategie. Niedersachsen hält 20 Prozent der Anteile an VW.
    Die Konzernführung hatte gestern am späten Abend nach einer Aufsichtsratssitzung mitgeteilt, der Vorstand wolle Überkapazitäten abbauen und die Zahl der Modelle halbieren. Angaben zu einem Stellenabbau und möglichen Werksschließungen wurden nicht gemacht.
    Diese Nachricht wurde am 10.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.