Standortsicherung
Sachsens Wirtschaftsminister Panter möchte Chinesen als Partner für VW-Werk in Zwickau gewinnen

Sachsens Wirtschaftsminister Panter hat vorgeschlagen, chinesische Autobauer als Partner in der Produktion ‌im Volkswagen-Werk in Zwickau einzubinden.

    Mitarbeiter montieren den Unterbodenschutz an einem ID.4 im Werk von Volkswagen in Zwickau.
    Produktion von E-Fahrzeugen bei VW in Zwickau (Archivbild) (picture alliance / dpa / Jan Woitas)
    Der SPD-Politiker sagte der Bild-Zeitung, es sei ⁠besser, industrielle Kompetenz bei VW in Sachsen weiterzuentwickeln und die Produktion abzusichern, als auf verlorenem Posten zu kämpfen und Wertschöpfung zu verlieren. Ein sogenanntes Joint Venture zwischen Volkswagen und einem chinesischen Hersteller sei eine Möglichkeit. So könnten eine ⁠oder ⁠mehrere nicht ausgelastete Produktionslinien ⁠genutzt werden, um Fahrzeuge zu fertigen. Voraussetzung seien jedoch klare europäische ⁠Regeln und Standards, betonte der sächsische Wirtschaftsminister.
    In Zwickau baut VW ausschließlich vollelektrische Autos. Nach ​Unternehmensangaben waren Ende 2025 in dem Werk 8.000 Menschen beschäftigt. Mehrere chinesische Hersteller suchen derzeit nach Produktionsmöglichkeiten in Europa. Niedersachsens Ministerpräsident Lies hatte ‌VW-Werke ins Spiel gebracht. Mehrere Experten hielten solch einen Schritt jedoch für riskant.
    Diese Nachricht wurde am 11.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.