Solidarität und Mitgefühl seien freiwillig, die Achtung der europäischen Verträge sei es nicht, erklärte Sánchez. Er verwies auf Daten der EU-Grenzschutzbehörde Frontex, denen zufolge Spanien deutlich niedrigere Zahlen von irregulären Grenzübertritten aufweist als etwa die Mittelmeerroute über Italien oder die Westbalkanroute.
Italien setzte wegen der Krise in Ceuta das Schengen-Abkommen über den freien Personenverkehr in der EU gegenüber Spanien vorübergehend aus. Die finnische Innenministerin Rantanen warf Spanien vor, beim Schutz der Schengen-Außengrenze versagt zu haben. Bundeskanzler Merz forderte die spanische Regierung auf, die Situation schnellstmöglich wieder in den Griff zu bekommen. Frankreich verschärfte seine Kontrollen an der Grenze zu Spanien.
Bis zu 60.000 Migranten waren in die spanische Exklave Ceuta gelangt. Nach Angaben der Regierung in Madrid sind die meisten von ihnen inzwischen nach Marokko zurückgekehrt. 57 Menschen kamen bei dem versuchten Grenzübertritt ums Leben.
Diese Nachricht wurde am 31.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
