Atomprogramm
Sanktionen gegen den Iran sind wieder in Kraft

Im Streit um das Atomprogramm des Iran sind in der Nacht Sanktionen der Vereinten Nationen gegen die Islamische Republik wieder in Kraft getreten.

    Zentrifugen für die Urananreicherung stehen in der Atomanlage Nathans. Der Iran hat laut der UN-Atombehörde IAEA mittlerweile die zehnfache Menge an angereichertem Uran wie laut Atomabkommen erlaubt.
    Iran hat zehnmal so viel angereichertes Uran wie erlaubt (dpa-news / Iranian State Television Irib)
    Um 2 Uhr lief die Frist für eine Verhandlungslösung ab. Deutschland, Frankreich und Großbritannien hatten vor vier Wochen den sogenannten "Snapback-Mechanismus" für die Reaktivierung der Sanktionen ausgelöst. Die drei Länder werfen dem Iran vor, gegen das Atomabkommen von 2015 zu verstoßen und unter anderem Uran weit über das vereinbarte Maß hinaus anzureichen. Der Westen vermutet zudem, dass der Iran nach Atomwaffen strebt, was Teheran wiederholt bestritten hat.
    Die Sanktionen, die nun wieder gelten, umfassen nach Angaben des Auswärtigen Amts unter anderem ein Waffenembargo, Einschränkungen für den Banken- und Finanzsektor sowie Import- und Exportverbote. Offen ist, wie viele Länder sich an die Regelungen halten werden. Russland hat als einer der Verbündeten des Iran bereits erklärt, die Sanktionen zu ignorieren.
    Diese Nachricht wurde am 28.09.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.