
Das Berliner Kammergericht verhandelt über den Fall, weil die Staatsanwaltschaft Rechtsmittel gegen einen Freispruch des Amtsgerichts eingelegt hat.
Im Falle seiner Verurteilung müssten Satiriker damit rechnen, dass jeder Witz und jeder Post juristische Konsequenzen nach sich ziehen könnte, solange er von genügend Menschen absichtlich missverstanden werde, sagte der 30-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist eine Welt, in der ich ungern leben möchte."
Betrieb El Hotzo Hasskriminalität oder straflose Satire gegen Donald Trump?
Aus Sicht der Anklagebehörde hat Hotz das Attentat im Juli 2024, bei dem Trump von einer Kugel am Ohr getroffen wurde, in einem Beitrag in den Sozialen Medien gebilligt und damit den öffentlichen Frieden gestört. Es handele sich um "Hasskriminalität" mit Breitenwirkung; eine Geldstrafe von 6.000 Euro sei daher angemessen. Dagegen hatte die Amtsrichterin geurteilt, die Kommentare seien "straflose Satire" – auch wenn sie möglicherweise geschmacklos seien.
In dem umstrittenen Beitrag hatte Hotz die Schüsse auf Trump mit dem "letzten Bus" verglichen. Er kommentierte: "Leider knapp verpasst." Ergänzend schrieb er: "Ich finde es absolut fantastisch, wenn Faschisten sterben." Die umstrittenen Beiträge löschte Hotz kurz danach. Es gab etliche Strafanzeigen.
Diese Nachricht wurde am 27.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
