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Saturns Ringe

Durch ein Teleskop wirken die Saturnringe flach und unveränderlich. In Wirklichkeit sind sie jedoch ein sehr komplexes System, das von kleinen Monden gehütet und unterhalten wird. Heute Abend steht unser Mond im Ersten Viertel unterhalb der Zwillingssterne Castor und Pollux.

    Ein gutes Stück links oberhalb vom Mond sehen Sie den goldenen Saturn. Selbst durch ein einfaches Teleskop können Sie Saturns Ringe erkennen. Diese Ringe bestehen aus kleinen Eis- und Gesteinsbrocken. Wahrscheinlich sind sie entstanden, als sich kleine Monde oder Kometen dem Saturn zu sehr genähert haben und durch dessen Schwerkraft zerrissen wurden.

    Das Ringsystem Saturns besteht aus Tausenden einzelner Ringe. Die Raumsonde Cassini hat uns verraten, dass diese Ringe sehr unterschiedlich sind. Einige bestehen fast nur aus Eis, andere vorwiegend aus gesteinsartigem Material – und wiederum andere aus einer Mischung von beiden. In einigen Ringen sind die Bestandteile nicht größer als Sandkörner, während sie in anderen einen Durchmesser von mehreren Zentimetern haben können.

    Mehrere kleine Monde kreisen innerhalb des Ringsystems. Sie wirken wie Hirten, die mit ihrer Schwerkraft die Ringpartikel auf ihrem Platz halten. Auf ihrem Weg durch die Ringe wühlen sie Materie auf und verursachen kleine Kräuselungen und Wirbel.

    Enceladus, einer der größeren Saturnmonde, scheint einen der äußeren Ringe mit neuem Material zu "füttern". In der Region seines Südpols schießen Eisfontänen ins All und sorgen so für neues Ringmaterial.