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StartseiteJazzFactsIdeen im Überfluss17.09.2020

Saxofonist Otis SandsjöIdeen im Überfluss

In Otis Sandsjös "Liquid Jazz" mischen sich Improvisation, Hip Hop Beats, Ambientsounds und sperrig-skurrile Klangeinfälle zu einem aufregenden Ganzen. Mit diesem Ansatz ist der Schwede zu einem der interessantesten europäischen Jazzmusiker der jüngeren Generation geworden.

Von Thomas Loewner

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Ein junger Mann mit Kappe, Sonnenbrille und orangener Regenjacke steht vor einer dunkelblauen Wand. Er trägt ein T-Shirt mit der Aufschrift "Jazz". (Hagen Moller)
Er ist auch Mitglied der Berliner Improvisationsmusiker-Kooperative KIM Collective: Otis Sandsjö (Hagen Moller)
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Otis Sandsjös Weg zum Beruf Jazzmusiker war alles andere als geradlinig. Er begann einst als Kinderdarsteller in einer schwedischen Fernsehserie. Später wurde er Sänger in einer Reggae-Band. Heute, als Saxofonist, bezieht der 33-Jährige mit großer Selbstverständlichkeit erweiterte Techniken wie Zirkularatmung, den Einsatz von Klappengeräuschen oder Mehrstimmigkeit in sein Spiel ein. Seit 2016 lebt Sandsjö in Berlin. Dort entwickelte er gemeinsam mit dem Bassisten und Produzenten Petter Eldh seine aktuelle, höchst individuelle Musik, die er als „Liquid Jazz“ bezeichnet, zu hören auf bisher zwei CDs seines Projektes Y-Otis. Jazz, Hip-Hop, elektronische Musik und Ambient gehen darin Hand in Hand. Sandsjö lässt diese Stile so organisch ineinanderfließen, dass ein schlüssiger, unverwechselbarer Gesamtsound entsteht. Möglich macht das auch ein detailbesessener Umgang mit Produktionstechnik und Nachbearbeitung. Zugleich gelingt Sandsjö und Petter Eldh damit eine auf Offenheit und Überraschungen angelegte Musik.

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