Dienstag, 24. Mai 2022

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Schach-WM
Entscheidung im Tiebreak

Die Auseinandersetzung zwischen dem Norweger Magnus Carlsen und dem Amerikaner Fabiano Caruana entwickelt sich zu einem wahren Schachkrimi. Dabei war der amtierende Weltmeister Carlsen im Vorteil, bot aber überraschend seinem Kontrahenten ein Remis an.

Von Friedbert Meurer | 26.11.2018

Schachweltmeister Magnus Carlsen und Herausforderer Fabiano Caruana
Schachweltmeister Magnus Carlsen und Herausforderer Fabiano Caruana trennen sich bei der WM auch nach dem zwölften Spiel unentschieden. (AFP / Ben STANSALL )
"Ich war nicht in der richtigen Verfassung. Mit dem Tiebreak jetzt kann ich gut leben", meinte Carlsen. Herausforderer Caruana erklärte nach der Partie, er habe keine Chance gesehen, aus seiner Stellung heraus die Partie zu gewinnen. "Ich war schon überrascht, dass er mir das Remis anbot. Ich hatte schon das Gefühl gehabt, am Rand einer Niederlage zu stehen."
Schnellschach oder danach Blitzschach
Der Schach-Weltverband zieht nach Abschluss der zwölf regulären Partien eine überaus positive Bilanz. Vorstandschef Ilya Merenzon: "Das ist ein Game-Changer für unseren Sport. Man spürt deutlich das Schachfieber." Am Mittwoch fällt jetzt die Entscheidung: entweder nach vier Schnellschach-Partien, oder danach mit noch weniger Bedenkzeit im Blitzschach.