Kultur
Schäden am Höhlenkloster in Kiew werden auf 40 Millionen Euro geschätzt

Am Wahrzeichen von Kiew, dem Höhlenkloster, sind durch den russischen Beschuss in der vergangenen Woche Schäden von rund 40 Millionen Euro entstanden. Das hat eine Untersuchung ergeben. Erste Reparatur- und Instandsetzungsmaßnahmen haben bereits begonnen.

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj steht vor dem zerstörten Dachstuhl der Entschlafungs-Kathedrale. Man sieht, dass die Dachkonstruktion verbogen ist.
    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach schweren russischen Angriffen auf Kiew das Kiewer Höhlenkloster (Lawra) besucht. (picture alliance / SvenSimon / Presidential Office of Ukraine)
    Bei dem Beschuss wurde vor allem die Hauptkirche des Höhlenklosters schwer beschädigt. Nach Angaben des österreichischen Senders ORF könnten die Reparaturarbeiten schon im kommenden Jahr abgeschlossen werden - Voraussetzung dafür ist eine ausreichende Finanzierung.

    Wiege des ostslawischen orthodoxen Christentums

    Aus dem ukrainischen Kulturministerium hieß es, eine provisorische Abdeckung der zum Komplex gehörenden, schwer beschädigten Mariä-Himmelfahrts-Kathedrale sei bereits fast fertig. Es sei vorgesehen, die Anlage schrittweise auch wieder für Besucher und Gläubige zu öffnen.
    Das 1051 gegründete Höhlenkloster in Kiew gilt als Wiege des ostslawischen orthodoxen Christentums und als Wahrzeichen der Stadt Kiew. Es steht seit 1990 auf der Welterbe-Liste der Unesco.
    Diese Nachricht wurde am 26.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.