
Genaue Daten zum akuten Befall liegen bei der Forstbehörde nicht vor.
Der Eichenprozessionsspinner ist ein wärmeliebender Schmetterling. Probleme bereiteten die Raupen in den vergangenen Jahren vor allem in besiedelten Gebieten: Weil sie ab dem dritten Larvenstadium giftige Härchen bilden, die bei Berührung Hautausschlag bewirken können, gelten sie als Gesundheitsgefahr.
Feuchtigkeit als mögliche Ursache für den Rückgang
Während andere Insekten das feuchte Wetter mögen, gefalle es dem Eichenprozessionsspinner eher nicht, erklärt die Sprecherin von Wald und Holz. Der Befall sei vermutlich bereits durch die ausgebliebene Hitzeperiode und die vielen Regenfälle im vergangenen Sommer zurückgegangen. Auch seien die Raupen des wärmeliebenden Insekts bei der jetzigen feuchten Witterung anfällig gegenüber Krankheitserregern. Ganz verschwunden sei der Eichenprozessionsspinner aber nicht: Lokal könne durchaus starker Befall auftreten.
Rückgang auch in den Städten
Einen Rückgang der Population beobachten auch mehrere nordrhein-westfälische Städte. In Köln trete der Schädling nur noch ganz vereinzelt auf, sagte eine Sprecherin der Stadt. Auch die Stadt Düsseldorf führt den Rückgang einerseits auf das niederschlagsreiche Frühjahr aber auch auf die langjährige Bekämpfung und Prophylaxe im Stadtgebiet zurück. Dortmund vermeldet auf Nachfrage in diesem Jahr ebenfalls geringen Befall: Rund 40 Nester mussten im Stadtgebiet abgesaugt werden - kein Vergleich zum Jahr 2019, als es in der Stadt zu einem massenhaften Auftreten der Raupe gekommen war. Damals waren mehr als 1.900 Bäume betroffen.
Ob auch andere Bundesländer einen Rückgang der Population des Eichenprozessionsspinners beobachten, konnte bisher nicht festgestellt werden.
Diese Nachricht wurde am 24.06.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.