Archäologie
Schamane aus Südengland ist eine Frau

Diese Entdeckung räumt weiter mit dem Mythos auf, dass nur Männer in prähistorischen Gesellschaften das Sagen hatten: Der vermeintliche Bronzezeit-Schamane von Upton Lovell in Südengland ist nach neuesten Erkenntnissen eine Frau.

    Menschen bei der Erkundung der stehenden Steine in der neolithischen Stätte Stonehenge, Wiltshire, England.
    Die Steinkreisanlage Stonehenge liegt im mittleren Süden Englands, in der Grafschaft Wiltshire nahe der Stadt Salisbury. (picture alliance / imageBROKER / Ian Murray)
    Überreste aus dem schamanischen Grab stellt das Museum Wiltshire aus: Unter anderem Schmuck aus Tierzähnen, Kleidung für Zeremonien, Steinäxte und Werkzeuge zur Metallbearbeitung. Die Fachleute vom Museum sagen: Metallbearbeitung war in der Bronzezeit das, was heute Raumfahrttechnik ist.
    Jetzt zeigt eine neue DNA-Analyse, dass das Skelett aus dem Schamanen-Grab das einer Frau ist. Die Forscher erklären, die Ergebnisse belegten, dass Frauen vor 1.800 Jahren in diesem Bereich arbeiteten und entsprechend hohe gesellschaftliche Positionen inne hatten.
    Diese Nachricht wurde am 16.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.