"Die Stimme von Hind Rajab"
Schaupieler Motaz Malhees kann wegen US-Einreiseverbots nicht an Oscar-Verleihung teilnehmen

Der Hauptdarsteller des für einen Oscar nominierten Films "Die Stimme von Hind Rajab", Motaz Malhees, darf nicht an der morgigen Verleihung in Hollywood teilnehmen. Wie der palästinensische Schauspieler auf Instagram mitteilte, ist er vom US-Einreiseverbot betroffen.

    Fünf Beteiligte des Films "The Voice of Hind Rajab" stehen auf einem roten Teppich und halten ein Bild in die Kamera.
    "The Voice of Hind Rajab" wurde bei den Filmfestspielen von Venedig ausgezeichnet - Motaz Malhees (zweiter von rechts) nahm an der Veranstaltung teil. (IMAGO / Cover-Images / IMAGO)
    US-Präsident Trump hatte im Dezember ein pauschales Einreiseverbot für Menschen mit Reisedokumenten der palästinensischen Autonomiebehörde verhängt. Der 33-jährige Malhees stammt aus dem Westjordanland.

    Nominiert als bester internationaler Spielfilm

    "Die Stimme von Hind Rajab" ist für den Oscar als bester internationaler Spielfilm nominiert. Darin geht es um ein fünfjähriges palästinensisches Mädchen, das 2024 in Gaza von israelischen Soldaten getötet wurde. Malhees spielt in dem Film einen Callcenter-Mitarbeiter des Roten Halbmondes, der versucht, ihr zu helfen. Die Produktion der tunesischen Regisseurin Kaouther Ben Hania hat schon mehrere Preise gewonnen - neun allein beim Filmfest in Venedig.
    Diese Nachricht wurde am 14.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.