Vorwurf der sexualisierten Gewalt
Schauspieler Ulmen unterliegt im juristischen Streit mit "Spiegel" größtenteils

Der Schauspieler Christian Ulmen hat im juristischen Streit mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" eine weitgehende juristische Niederlage erlitten.

    Ein Porträtfoto vom Schauspieler Christian Ulmen 2016 in Düsseldorf bei der Premiere des Kinofilms "Antonio, ihm schmeckt's nicht!".
    Der Schauspieler Christian Ulmen (Archivbild von 2016) (picture alliance / dpa / Henning Kaiser)
    Der Spiegel hatte über Anschuldigungen von Ulmens ehemaliger Ehefrau Collien Fernandes wegen Vorwürfen virtueller sexueller Gewalt berichtet. Der Schauspieler hatte einstweilige Verfügungen gegen mehrere Textpassagen beantragt und wollte so erreichen, dass diese nicht weiter veröffentlicht werden. Das Landgericht Hamburg entschied nun aber, dass ein Großteil der Berichterstattung rechtens war. "Der Spiegel" habe die Voraussetzungen einer zulässigen Verdachtsberichterstattung beachtet, hieß es. Ulmen kann gegen die Entscheidung Berufung einlegen.
    Fernandes wirft Ulmen vor, Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und darüber pornografische Darstellungen verbreitet zu haben. Der Fall hatte in Deutschland eine Debatte über sexualisierte Gewalt ausgelöst. Für den Schauspieler gilt die Unschuldsvermutung.
    Diese Nachricht wurde am 08.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.