Parteitag in Berlin
Scheidender FDP-Chef Dürr kritisiert Bundesregierung

Der scheidende FDP-Vorsitzende Dürr hat der Bundesregierung fehlenden Reformwillen und eine maßlose Schuldenpolitik vorgeworfen.

    Dürr mit Dreitagebart steht am Rednepuilt und spricht in zwei Mikrofone. Man sieht ihn von vorne. Im Hintergrund unscharf eine Wand mit dem Parteitagsmotto in gelber Schrift.
    Christian Dürr, der scheidende Parteivorsitzende der FDP, spricht beim Bundesparteitag der Liberalen am 30.5.2026 in Berlin. ( dpa / Michael Kappeler)
    Beim Parteitag in Berlin sagte er, nach einem Jahr unter Kanzler Merz stecke die Bundesrepublik mehr denn je in einer wirtschaftlichen Krise. Es sei Aufgabe der FDP, eine Antwort auf den "lähmenden Status quo" der deutschen Politik zu sein. Dürr warnte davor, die Freien Demokraten nach den jüngsten Wahlniederlagen abzuschreiben. Die FDP hatte bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr den Wiedereinzug ins Parlament verpasst. Sie ist nur noch in sechs von 16 Landtagen vertreten.
    Am Nachmittag soll der bisherige Vize-Vorsitzende Kubicki zum Parteichef gewählt werden. Die frühere Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger sagte im Deutschlandfunk, viele Chancen für einen Neustart gebe es nicht mehr.
    Diese Nachricht wurde am 30.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.