Internationale Ermittlungen
Schlag gegen Kinderpornografie und Betrug im Darknet

Internationale Ermittler haben im Darknet ein großangelegtes Betrugs-Netzwerk mit kinderpornografischen Inhalten stillgelegt.

    Blick auf das Gebäude der EU-Polizeibehörde Europol in Den Haag.
    Europol koordinierte eine Aktion gegen Kinderpornografie im Darknet in 23 Staaten. (Jerry Lampen/anp/dpa)
    An der Aktion in 23 Staaten unter der Koordination von Europol waren auch das bayerische Landeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg beteiligt. Wie die bayerische Landesregierung in München mitteilte, wurden mehr als 373.000 Internetseiten abgeschaltet. Von rund 600 Tatverdächtigen sind bereits 440 identifiziert, darunter fast 90 aus Deutschland.
    Auf der Plattform wurden nach Angaben der Ermittler Abbildungen schwerer sexualisierter Gewalt gegen Kinder angeboten, um Interessierte zum Kauf weiterer Fotos und Videos zu animieren. Geliefert wurden diese dann aber nicht. Der bayerische Justizminister Eisenreich sagte, hinter jedem Bild und jedem Video stehe das unfassbare Leid eines Kindes. Das Verfahren zeige, wie erschreckend groß die Nachfrage sei.
    Diese Nachricht wurde am 20.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.