
Dunbar prägte zusammen mit dem im Jahr 2021 gestorbenen Bassisten Robbie Shakespeare als "Sly & Robbie" den Reggae-Sound der 1970er und 1980er Jahre. "Wenn Sie eine Reggae-Platte kaufen, liegt die Chance bei 90 Prozent, dass der Drummer Sly Dunbar ist", erklärte die Produzenten-Legende Brian Eno 1979.
Dunbar gab in Reggae-Klassikern von Black Uhuru, Jimmy Cliff und Peter Tosh den Takt vor und erreichte damit Aufmerksamkeit weit über die Grenzen seines Heimatlandes Jamaika hinaus. Er war auf Alben von Grace Jones, Serge Gainsbourg und Bob Dylan zu hören.
13 Mal war Dunbar für einen Grammy nominiert, zwei Mal gewann er den wichtigsten Musikpreis: 1985, als Black Uhuru mit "Anthem" den ersten Grammy für die beste Reggae-Aufnahme erhielt, und 1999, als Sly & Robbie mit "Friends" die Auszeichnung für das beste Reggae-Album gewannen.
Im Jahr 1980 gründeten Sly & Robbie das Label Taxi Records, das Künstler wie Shaggy, Shabba Ranks, Skip Marley, Beenie Man und Red Dragon förderte.
Diese Nachricht wurde am 27.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
