Reggae-Legende
Schlagzeuger von Bob Marley und Bob Dylan: Sly Dunbar im Alter von 73 Jahren gestorben

Der Reggae-Musiker und zweimalige Grammy-Gewinner Sly Dunbar ist tot. Er starb im Alter von 73 Jahren auf Jamaika, wie seine Ehefrau Thelma der Zeitung "Jamaica Gleaner" bestätigte. Dunbar wirkte als Schlagzeuger bei zahlreichen Welthits von Bob Dylan bis Bob Marley mit.

    Der jamaikanische Schlagzeuger Sly Dunbar mit einem roten Hemd und einer roten Kappe an den Drums bei einem Konzert von "Sly & Robbie" in den 1980ern.
    Mit dem Duo "Sly & Robbie" feierte der jamaikanische Schlagzeuger Sly Dunbar große Erfolge. (picture-alliance / Jazz Archiv / Hardy Schiffler)
    Dunbar prägte zusammen mit dem im Jahr 2021 gestorbenen Bassisten Robbie Shakespeare als "Sly & Robbie" den Reggae-Sound der 1970er und 1980er Jahre. "Wenn Sie eine Reggae-Platte kaufen, liegt die Chance bei 90 Prozent, dass der Drummer Sly Dunbar ist", erklärte die Produzenten-Legende Brian Eno 1979.
    Dunbar gab in Reggae-Klassikern von Black Uhuru, Jimmy Cliff und Peter Tosh den Takt vor und erreichte damit Aufmerksamkeit weit über die Grenzen seines Heimatlandes Jamaika hinaus. Er war auf Alben von Grace Jones, Serge Gainsbourg und Bob Dylan zu hören.
    13 Mal war Dunbar für einen Grammy nominiert, zwei Mal gewann er den wichtigsten Musikpreis: 1985, als Black Uhuru mit "Anthem" den ersten Grammy für die beste Reggae-Aufnahme erhielt, und 1999, als Sly & Robbie mit "Friends" die Auszeichnung für das beste Reggae-Album gewannen.
    Im Jahr 1980 gründeten Sly & Robbie das Label Taxi Records, das Künstler wie Shaggy, Shabba Ranks, Skip Marley, Beenie Man und Red Dragon förderte.
    Diese Nachricht wurde am 27.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.