Schleswig-Holstein
Schleifähre "Missunde III" steht schon wieder still

Der Betrieb der Schleifähre "Missunde III" ist aufgrund von Sicherheitsbedenken erneut eingestellt worden.

    Brodersby/Schlei: Autos werden auf der Fähre "Missunde III" über die Schlei transportiert.
    Die Schleifähre "Missunde III" ist aus Sicherheitsgründen wieder außer Betrieb (Archivbild). (Frank Molter / dpa / Frank Molter)
    Die Direktorin des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN), Matelski, teilte mit, leider hätten die Maßnahmen, die man zuletzt ergriffen habe, nicht den gewünschten Erfolg gezeigt. Deshalb habe sie entschieden, den Betrieb vorläufig einzustellen. Die Sicherheit habe oberste Priorität. Wann die "Missunde III" wieder einsatzbereit sein werde, ließe sich zum aktuellen Zeitpunkt aber nicht sagen.
    Vor zwei Wochen hatte der Pächter den Betrieb eingestellt. Fährleute hatten wiederholt gemeldet, dass die Fähre beim Anlegen nicht immer eine sichere Verbindung zum Landkeil herstellen könne und der Fanghaken sich wieder löse. Der LKN veränderte daraufhin die Höhe der Fender und die Intervalle, in denen die Landkeile gefahren werden. Nach einer Gesprächsrunde mit dem Fährpersonal und erfolgreichen Testfahrten wurde laut Matelski gemeinsam entschieden, den Betrieb am 25. Juli wieder aufzunehmen. Alle seien guter Hoffnung, dass man eine Lösung gefunden habe. Das sei leider nicht der Fall gewesen.

    40 Kilometer Umweg durch Missunde-Stillstand - tausende Pendler betroffen

    Der Fährbetrieb verbindet Brodersby (Kreis Schleswig-Flensburg) und das zu Kosel gehörende Dorf Missunde (Kreis Rendsburg-Eckernförde). Die elektrisch betriebene Fähre hatte erst Ende April mit einer Verzögerung von zwei Jahren den Betrieb aufgenommen. Seitdem gab es bereits mehrere ungeplante Unterbrechungen. Ausfälle bedeuten einen Umweg von fast 40 Kilometern. Zwischen Brodersby und Kosel werden pro Jahr rund 120.000 Fahrzeuge und etwa 50.000 Fahrräder übergesetzt.
    Diese Nachricht wurde am 31.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.