
Für die Erhebung beobachteten die Forscherinnen und Forscher des Krebsforschungszentrums und vom Krebsregister des Saarlands 1.900 Personen im Alter von 50 bis 75 Jahren. Sie untersuchten Veränderungen am Erbgut ("epigenetische Uhren") und bestimmten so das biologische Alter zu Beginn der Studie Anfang der 2000er-Jahre sowie danach alle acht Jahre und stellten es über mehr als 20 Jahre mit dem Auftreten von Krebs in Zusammenhang.
Dabei stellten sie fest, dass biologisch deutlich vorgealterte Menschen bei einem vergleichbaren kalendarischem Alter ein mehr als 50 Prozent höheres Risiko für eine Krebsdiagnose hatten als biologisch Junggebliebene. "Unsere Ergebnisse zeigen, dass biologische Alterungsprozesse eine zentrale Rolle bei der Krebsentstehung spielen und über das kalendarische Alter hinaus zusätzliche Informationen über das individuelle Risiko liefern können", erklärte Studienleiter Hermann Brenner. Die Ergebnisse der Studie könnten der Mitteilung zufolge dabei helfen, Risikogruppen zu identifizieren und Früherkennungsuntersuchungen gezielter einzusetzen.
Diese Nachricht wurde am 22.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
