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80 Jahre nach Befreiung von Auschwitz
Scholz fordert aktives Gedenken

Bei einer Gedenkveranstaltung in Frankfurt am Main zum 80. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz hat Bundeskanzler Scholz auf die zunehmende Bedrohung jüdischen Lebens in Deutschland hingewiesen.

    Scholz hält eine Ansprache. Er steht hinter einem Pult und schaut zur Seite.
    Bundeskanzler Scholz spricht bei der Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. (Boris Roessler / dpa /)
    Angesichts dessen sprach er sich für ein aktives Gedenken an den Holocaust aus. Scholz sagte, Unrecht nicht zu dulden und niemals wegzuschauen, müsse auch heute eine klare Richtschnur sein. Die Erinnerung an die Verbrechen des Dritten Reiches müsse wachgehalten werden. Jede Generation müsse dafür immer wieder neu sensibilisiert werden.
    Auch der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Schuster, äußerte sich besorgt. Er wies bei der Gedenkfeier auf eine Verharmlosung des Holocaust durch radikale politische Kräfte hin.
    Diese Nachricht wurde am 19.01.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.