Besuch in Bayern
Scholz setzt auf Tiefen-Geothermie für Energiewende

Bundeskanzler Scholz hat die Bedeutung von Erdwärme für die Energiewende hervorgehoben.

25.08.2023
    Bundeskanzler Scholz, der bayerische Ministerpräsident Söder und Bundesbildungsministerin Stark-Watzinger zu Besuch in einem Tiefen-Geothermiekraftwerk in Geretsried in Bayern. Sie tragen gelbe Sicherheitswesten und einen Schutzhelm.
    Bundeskanzler Scholz, der bayerische Ministerpräsident Söder und Bundesbildungsministerin Stark-Watzinger zu Besuch in einem Tiefen-Geothermiekraftwerk in Bayern. (AFP / CHRISTOF STACHE)
    Wenn man neuen Ideen und Projekten aus diesem Bereich eine Chance gebe, könne daraus neuer Wohlstand erwachsen, sagte er beim Besuch einer Baustelle für ein Tiefen-Geothermiekraftwerk im bayerischen Geretsried. Der Bund wolle daher soviel Erdwärme wie möglich bis 2030 erschließen, um zehnmal soviel ins Netz einzuspeisen wie heute. Wenn alles gelinge, sei das auch ein großer Fortschritt für die Energiewende. Scholz wurde von Bayerns Ministerpräsident Söder und Bundesbildungsministerin Stark-Watzinger begleitet. Der Kanzler besuchte bereits mehrfach Geothermie-Projekte, um die Aufmerksamkeit auf die Technologie zu lenken.
    Für die Anlage in Geretsried werden in rund 4.500 Meter Tiefe horizontale Röhren in heißes Gestein gebohrt. Auf der einen Seite wird kaltes Wasser hineingepumpt. Es erhitzt sich auf 170 Grad und strömt am anderen Ende wieder an die Erdoberfläche. Dort gibt es die Wärme ab, die dann über Leitungen zum Heizen von Gebäuden geführt wird.
    Diese Nachricht wurde am 25.08.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.