
Scholz sprach am Rande eines Besuchs im Vatikan von einer sehr ernsten Angelegenheit. Auf eine Frage der Deutschen Presse-Agentur nach möglichen außenpolitischen Schäden sagte der Bundeskanzler, deshalb werde es jetzt eine sorgfältige, intensive und zügige Aufklärung geben. In dem von Russland veröffentlichten Mitschnitt einer rund 30-minütigen Unterredung soll es um theoretische Möglichkeiten eines Einsatzes deutscher Taurus-Marschflugkörper durch die Ukraine gegangen sein.
Mehrere Politiker forderten eine bessere Spionageabwehr. Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Strack-Zimmermann - FDP - , sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, es müsse endlich Schluss sein mit der Naivität. Die Sicherheit müsse dringend erhöht werden. Der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums, von Notz, verlangte umfassende Aufklärung. Der Grünen-Politiker sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, fraglich sei, ob es sich einen einmaligen Vorgang oder um ein strukturelles Sicherheitsproblem handele. Der CDU-Verteidigungsexperte Kiesewetter sagte dem Deutschlandfunk, es stelle sich für die Bündnispartner die Frage, welche anderen Gespräche in russische Hand gelangt sein könnten.
Diese Nachricht wurde am 02.03.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
