Demokratische Republik Kongo
Schon über 900 mutmaßliche Ebola-Infektionen - 204 Todesopfer

In der Demokratischen Republik Kongo ist die Zahl der Ebola-Verdachtsfälle auf über 900 gestiegen. 204 der Erkrankten seien mittlerweile gestorben, teilten die Behörden des zentralafrikanischen Landes mit. Der Ebola-Ausbruch hatte in der nordöstlichen Provinz Ituri begonnen.

    Ein Mediziner misst bei einem Ebola-Screening die Temperatur eines Mannes. Im Hintergrund ist uniformiertes Sicherheitspersonal zu sehen.
    Ebola-Voruntersuchungen in der Demokratischen Republik Kongo (Imago / Xinhua)
    Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass die tatsächliche Fallzahl deutlich höher liegt, weil der Ausbruch wochenlang unbemerkt blieb und nicht alle Fälle gemeldet werden. Für den dort grassierenden "Bundibugyo"-Typ des Virus gibt es derzeit weder einen Impfstoff noch eine zugelassene Therapie. Inzwischen wurden auch im Nachbarland Uganda fünf Ansteckungen bestätigt.
    Das von dem Virus ausgelöste Ebolafieber ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Übertragen wird es durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten.
    Diese Nachricht wurde am 24.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.