
Niemandem unter den deutschsprachigen Autoren sei es besser gelungen als Melle, dem gesellschaftlichen Leben des 21. Jahrhunderts einen so realistischen wie kunstvoll gearbeiteten Spiegel vorzuhalten. Wer in diesen Spiegel blicke, wer diesen Autor lese, dessen Leben werde verändert, und mehr könne Literatur eigentlich nicht tun, erklärte von Berenberg.
Der 51-jährige Wahl-Berliner Melle hat in den viel beachteten Romanen "Die Welt im Rücken" und "Haus zur Sonne" das Leben mit bipolarer Störung und Depression verarbeitet. "Die Welt im Rücken" wurde auch auf die Bühne gebracht und als Hörspiel veröffentlicht.
Die Verleihung des Kleist-Preises findet am 22. November in Berlin statt. Zum 250. Geburtstag von Heinrich von Kleist im kommenden Jahr wurde die Dotierung des Preises erhöht. Sie beträgt nunmehr 30.000 statt wie bisher 20.000 Euro.
Diese Nachricht wurde am 20.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
