Dienstag, 28. Juni 2022

Schriftstellerin
Utta Danella ist tot

Die Bestsellerautorin Utta Danella ist tot. Sie sei bereits im Juli im Alter von 95 Jahren in München gestorben und im engsten Familienkreis beigesetzt worden, teilte der Heyne-Verlag am Dienstag mit. Danella war mit rund 70 Millionen verkauften Büchern eine der kommerziell erfolgreichsten deutschen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts.

11.08.2015

Utta Danella 2003 in München
Utta Danella 2003 in München (imago stock & people / Weißfuß)
Danella, die eigentlich Utta Denneler hieß, veröffentlichte 1956 ihren ersten Roman "Alle Sterne vom Himmel", der Durchbruch gelang ihr vier Jahre später mit ihrem Werk "Stella Termogen". Die gebürtige Leipzigerin schrieb insgesamt 43 Romane, viele von ihnen wurden fürs Fernsehen verfilmt.
Ihre Lieblingsthemen: Liebe, Romantik und große Gefühle, oft verbunden mit jeder Menge Drama. Die Autorin selbst galt jedoch als resolut und pragmatisch. Vor mehr als 20 Jahren verriet sie einmal ihr Erfolgsrezept: "Die Psychologie muss stimmen. Bei mir reden die Menschen, wie sie wirklich reden. Landschaften spielen eine große Rolle - ich liebe Holstein, Sylt, die Hamburger Gegend." Wenn sie geschichtliche Zusammenhänge schildere, könne das auch der Nichtintellektuelle verstehen, erklärte sie damals.
Sie bekam das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen
Schon als junges Mädchen interessierte sie sich für die schönen Künste: Theater, Oper, Musik. Sie nahm Unterricht im Schauspiel, Tanzen und Singen. Und sie liebte Aufsätze. Als 14-Jährige versuchte sie sich nach Angaben ihres Verlages heimlich an ihrem ersten Roman, nach dem Abitur schrieb sie Beiträge für verschiedene Zeitungen und für den Rundfunk. Nach ihrem Umzug nach München veröffentlichte sie dann ihren ersten Roman. Ihr Verleger Franz Schneekluth, der auch ihr Pseudonym Utta Danella erfand, drängte sie trotz des bescheidenen Erfolgs ihres Erstlingswerks zum Weitermachen.
Ihre Bücher erreichten nach ihrem Durchbruch eine Millionenauflage. Zu ihren bekanntesten Werken gehören unter anderem "Der Maulbeerbaum", "Regina auf den Stufen" oder "Das Hotel im Park". Im Jahr 1999 wurde ihr für ihre Verdienste um die deutsche Literatur das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen.
(nch/pg/tzi)