Landesregierung
Schwarz-Grün in NRW bringt umstrittenes Antidiskriminierungsgesetz auf den Weg

Die schwarz-grüne Landesregierung Nordrhein-Westfalens hat sich nach eigenen Angaben auf das erste Antidiskriminierungsgesetz eines deutschen Flächenlandes geeinigt.

    Deutsche Polizisten kontrollieren Einreisende am Grenzübergang zum Schweizer Hoheitsgebiet.
    Deutsche Polizisten müssen nach dem Antidiskriminierungsgesetz in Berlin künftig bei entsprechenden Vorwürfen nachweisen, dass sie nicht diskriminiert haben. (pa/Felix Kästle/dpa)
    Der Entwurf werde diese Woche in den Landtag eingebracht, sagte Gleichstellungsministerin Schäffer der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Bisher existiere nur in Berlin ein Landesantidiskriminierungsgesetz. Die Grünen-Politikerin spricht von einem Meilenstein für den Schutz vor Diskriminierung. Im Fokus stehen staatliche Behörden. Schäffer betonte, es sollten nicht etwa einzelne Lehrkräfte oder Polizisten an den Pranger gestellt werden. Etwaige Klagen würden sich gegen Institutionen richten, etwa Schulen oder Polizeibehörden. Bei privatrechtlichen Fragen, beispielsweise im Kontext von Arbeitsplatz, Wohnungssuche oder Ähnlichem, greift das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz.
    Der Deutsche Beamtenbund und die Opposition kritisieren das schwarz-grüne Vorhaben. Sie warnen vor Generalverdacht gegenüber Beschäftigten und vor unnötiger Bürokratie.
    Diese Nachricht wurde am 18.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.