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Schwarze Löcher verschwinden

Niemand weiß, wie das Universum einmal enden wird. Wenn alle Sterne, Planeten und dunkle Materie genügend Masse und damit genügend Schwerkraft haben, wird es eines Tages in sich zusammen fallen. Es wird der Gegensatz zum Urknall sein.

Damond Benningfield | 10.05.2001
    Falls es diesen großen Kollaps jedoch nicht gibt, wird sich das Universum für immer weiter ausdehnen. In dem Fall könnten in vielen Milliarden Jahren helle, weiße Blitze das Universum durchzucken - Blitze, die von Todeskämpfen Schwarzer Löcher stammen.

    Ein Schwarzes Loch ist eine zertrümmerte Sternleiche. Seine Schwerkraft ist so groß, dass ihm nicht einmal Licht entfliehen kann. Deshalb können wir Schwarze Löcher nicht direkt sehen, sondern erkennen sie nur am Effekt auf ihre Umgebung.

    In den 70er Jahren zeigte der Physiker Stephen Hawking, dass Materie einem Schwarzen Loch doch entkommen kann. Und irgendwann, wenn der größte Teil der Masse verschwunden ist, verschwindet ein Schwarzes Loch einfach in einem hellen Auswurf von Masse und Energie. Dieses "irgendwann" ist jedoch ein sehr langer Zeitraum. Bis zur Auflösung eines mittleren Schwarzen Lochs dauert es unvorstellbar viele Jahre - eine 1 gefolgt von 67 Nullen. Das momentane Alter des Universums beträgt wahrscheinlich etwa 12 Milliarden Jahre. Die 12 hat hier nur neun Nullen.

    Existiert das Universum lange genug, könnte es riesige Schwarze Löcher beherbergen - Schwarze Löcher mit der Masse von großen Galaxien. Diese supermassereichen Schwarzen Löcher brauchen sogar noch ein bisschen länger, bis sie wieder verschwinden - eine Anzahl von Jahren, bei denen auf die 1 mehr als hundert Nullen folgen.