Universität Göteborg
Schwedische Forscher: Mit vielen Demokratien weltweit geht es bergab

Die USA sind auf der Rangliste der schwedischen Universität Göteborg zu liberaler Demokratie von Platz 20 auf Platz 51 gefallen. Die Demokratie in den USA habe sich in einem beispiellosen Tempo verschlechtert.

    US-Präsident Donald Trump hält im Weißen Haus in Washington eine rote Baseball-Mütze mit der Aufschrift "Trump was right about everything" (Trump hatte mit allem Recht) in den Händen.
    Schwedische Forscher werfen der US-Regierung unter anderem vor, institutionalisierte Kontrollmechanismen zu untergraben und die Justiz einzuschüchtern (Archivbild). (picture alliance / CNP / AdMedia / AdMedia)
    Die zweite Amtszeit von Donald Trump lasse sich als eine rasche Machtkonzentration im Präsidentenamt zusammenfassen. Die derzeitige US-Regierung untergrabe die institutionalisierten Kontrollmechanismen, politisiere den öffentlichen Dienst und die Aufsichtsbehörden und schüchtere die Justiz ein, während sie Angriffe auf die Presse, die Wissenschaft, die bürgerlichen Freiheiten und kritische Stimmen verübe, hieß es.

    Schwedische Forscher: Fast jedes vierte Land weltweit verzeichnet Rückgang der Demokratie

    Mit den Entwicklungen liegen die USA laut dem zuständigen Varieties-of-Democracy-Institut allerdings im Trend. Dem Bericht zufolge verzeichnete im vergangenen Jahr fast jedes vierte Land weltweit einen Rückgang der Demokratie und mehr autokratische Tendenzen.
    Deutschland liegt auf Platz 15. Hier sehen die Forscher keine Autokratisierung. Als positiv bewerten sie, dass sich die Lage in 18 Ländern im Moment verbessert, unter anderem in Brasilien und Polen. Ganz vorne beim Demokratie-Ranking sind Dänemark, Schweden und Norwegen. Ganz hinten liegen Nordkorea und Eritrea.
    Diese Nachricht wurde am 17.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.