
Für die Studie untersuchten die Forschenden 20 gesunde junge Männer, die normalerweise sieben bis neun Stunden pro Nacht schlafen. Die Teilnehmer durchliefen in zufälliger Reihenfolge drei Szenarien: eine Nacht ohne Schlaf, vier Nächte mit jeweils zwei Stunden weniger Schlaf als üblich sowie eine Kontrollbedingung mit rund acht Stunden Schlaf.
Anschließend wurden die Speichelproben analysiert. Die Wissenschaftler konnten nach eigenen Angaben erstmals Biomarker für starke Übermüdung im Speichel identifizieren. Die Methode könnte in Zukunft dabei helfen, die Sicherheit im Straßenverkehr und in sicherheitskritischen Berufen zu erhöhen. Dazu wollen die Forschenden weitere Alltags-Situationen erforschen. Langfristig könnte daraus ein Schnelltest entstehen, der direkt vor Ort einsetzbar ist, um Übermüdung objektiv nachzuweisen.
Schlafprobleme sind weit verbreitet. So gab etwa ein Drittel der Bevölkerung in der letzten schweizerischen Gesundheitsbefragung an, unter Schlafstörungen zu leiden. Auch in Deutschland schläft laut aktueller Umfrage des Robert Koch-Instituts (RKI) mehr als jeder dritte Mensch schlecht.
Diese Nachricht wurde am 13.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
