UNO-Bericht
Schwere Not im Sudan nach 1.000 Tagen Bürgerkrieg

Die Vereinten Nationen haben auf die katastrophale Lage der Bevölkerung im Sudan aufmerksam gemacht.

    Dieses vom Norwegischen Flüchtlingsrat (NRC) veröffentlichte Foto zeigt vertriebene Kinder aus el-Fasher in einem Lager in der Region Darfur, in dem sie Zuflucht vor den Kämpfen zwischen den Regierungstruppen und der RSF gesucht haben.
    Immer mehr Menschen im Sudan sind auf der Flucht. Hier ein Foto aus El Fasher (Archivbild). (Marwan Mohammed / NRC via AP / dpa / Marwan Mohammed)
    Nach fast drei Jahren Bürgerkrieg sei das Leid der Zivilisten schockierend, teilte das UNO-Büro zur Koordinierung humanitärer Hilfe in Genf mit. Mehr als 21 Millionen Menschen litten unter akutem Hunger, in zwei Gebieten herrsche eine Hungersnot. Rund 34 Millionen Menschen hätten nicht genügend Nahrung und Wasser oder bräuchten sichere Unterkünfte. Zudem sei der Sudan Schauplatz der größten Vertriebenenkrise weltweit.
    Im Sudan kämpfen die Armee von Militärherrscher Burhan und die RSF-Miliz seines früheren Stellvertreters Daglo gegeneinander. UNO-Ermittler werfen beiden Seiten schwere Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen vor.
    Diese Nachricht wurde am 09.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.