Dienstag, 28. Juni 2022

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Schwerpunktthema: Gerinnungshemmung

Um Blutgerinnsel und damit einhergehend Herzinfarkten oder Schlaganfällen vorzubeugen oder um Thrombosen oder Embolien in den Blutgefäßen zu verhindern, verwendet man sogenannte Antikoagulantien - auf deutsch Gerinnungshemmer. Doch die Einnahme dieser birgt auch Risiken.

Moderation: Martin Winkelheide | 06.03.2012

Wenn wir uns verletzen – etwa beim Zwiebelhacken in den Finger schneiden – dann wird es bluten. Aber in der Regel nicht lange. Nach einiger Zeit wird Blut gerinnen und die Wunde verschließen – der erste Schritt zur Wundheilung. Diese Neigung des Blutes – bei Wunden ist sie nützlich und auch hoch erwünscht.

Die Blutgerinnung hat auch eine gefährliche Seite. Denn auch in einem Blutgefäß können sich Blutgerinnsel bilden, die dann in Herz, Lunge oder Gehirn gespült werden könnten und einen Herz-Infarkt, eine Lungen-Embolie oder einen Schlaganfall auslösen.

Nun gibt es Möglichkeiten, vorzubeugen und mit Medikamenten die Blutgerinnung zu hemmen. Aber Nutzen und Risiken müssen gut abgewogen werden.

Martin Winkelheide spricht mit Prof. Karl-Ludwig Schulte über die Blutgerinnung: Wie sie im Körper abläuft, wie sie sich medikamentöse beeinflussen lässt. Was macht tiefe Bein-Venen-Thrombosen so gefährlich? Warum muss bei Menschen mit Herzrhythmusstörungen wie etwa Vorhofflimmern die Blutgerinnung gehemmt werden?

Studiogast:
Prof. Karl-Ludwig Schulte, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Angiologie/ Gesellschaft für Gefäßmedizin

Kurzinformationen: Barbara Weber

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