
In Deutschland kommt es vielerorts zu Verspätungen im Bahnverkehr. In der Nacht sanken die Temperaturen auch im Flachland auf unter minus zehn Grad. In den Niederlanden konnte am Vormittag gar kein Zug fahren. Am Amsterdamer Flughafen Schiphol gab es erneut Ausfälle und Verspätungen: Die niederländische Airline KLM hat mehr als 300 Flüge gestrichen. Schon in den letzten Tagen sind in Amsterdam hunderte Verbindungen ausgefallen.
Störungen in Frankreich und Großbritannien
In Frankreich ist in mehreren Regionen der Zugverkehr gestört. Am Flughafen Nantes im Westen des Landes wurde der Betrieb bis morgen früh eingestellt. Auch an den Pariser Flughäfen kam es zu vielem Ausfällen.
In Schottland blieben nach starkem Schneefall hunderte Schulen geschlossen. In vielen Teilen des Vereinigten Königreichs gelten weiterhin Schnee- und Eiswarnungen, der Wetterdienst warnt vor heftigen Schneefällen für diese Woche vor allem im Süden Englands.
Eiseskälte in Skandinavien und der Schweiz
In Nordschweden gab es bei Temperaturen von bis zu minus 40 Grad neue Schneefälle. In Dänemark wurde ein schwerer Schneesturms erwartet. Menschen wurden aufgefordert, am Mittwoch zu Hause zu bleiben.
Auch in der Schweiz herrschen eisige Temperaturen. Auch im Flachland lagen sie teils bei minus 14 Grad. Auf der Alp Hintergräppelen in Toggenburg im Kanton St. Gallen wurden minus 37,1 Grad gemessen.
Stromausfälle auf dem Balkan
Ähnlich kalt es in Tschechien. In der Hauptstadt Prag waren Zehntausende Einwohner wegen einer defekten Fernwärme-Leitung vorübergehend ohne Heizung und warmes Wasser. In Ungarn sorgten ausgiebige Schneefälle für Verkehrsbehinderungen.
Im rumänischen Kreis Alba blieben fast 8.000 Haushalte den vierten Tag in Folge ohne Strom. Auch in Serbien sorgte der starke Schneefall für zahlreiche Stromausfälle. Im Westen des Landes wurde der Notstand ausgerufen. In der ostbosnischen Stadt Gorazde brach die Wasserversorgung zusammen, nachdem der Fluss Drina über seine Ufer getreten war und die Pumpen des örtlichen Wasserwerks überflutet hatte. In Kroatien und in Slowenien sprachen die Behörden Warnungen wegen zu erwartender heftiger Schneefälle aus.
Frost und Schnee in Spanien
In Spanien leiden die Menschen in vielen Regionen bei Minusgraden in oft schlecht isolierten Wohnungen. In Madrid und auch in höheren Lagen der Ferieninsel Mallorca gab es Frost und es lag Schnee. Manche Straßen in den Pyrenäen und in anderen Gebirgsregionen des Landes waren nur mit Schneeketten zu befahren.
Frühlingshaft mild ist es dagegen in Bulgarien. Im Südosten werden Temperaturen bis zu 19 Grad erwartet. Meteorologen erwarten aber auch dort einen Schneeeinbruch mit eisiger Kälte am Donnerstag.
Diese Nachricht wurde am 06.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
