
Zunächst hatte Kai Havertz in der 54. Minute mit seinem dritten WM-Treffer die Führung Paraguays durch Julio Enciso (42.) in Foxborough südwestlich von Boston noch ausgleichen können. Bei knapp über 30 Grad auf dem Rasen taten sich die Deutschen gegen Paraguays enge Defensivketten vor allem in Hälfte eins extrem schwer. Die fußballerisch als limitiert eingeschätzten Südamerikaner verdichteten auch ohne den angeschlagenen Ex-Herthaner Omar Alderete in der Abwehr geschickt die Räume.
Gleich drei deutsche Elfmeterschützen patzten
Ein Siegtreffer gelang dann weder in der regulären Spielzeit noch in der Verlängerung. Im Elfmeterschießen vergaben schließlich Kai Havertz, Nick Woltemade und Jonathan Tah. Es war die erste Niederlage in einem Elfmeterschießen in der deutschen WM-Geschichte.
Nagelsmann: "Stehe weiter zur Verfügung"
Die DFB-Elf hatte bei der ersten WM mit 48 Teams erstmals seit dem Titelgewinn 2014 in Brasilien wieder die Gruppenphase überstanden. Gefragt nach seiner Zukunft sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann bei MagentaTV: "Nee, habe ich ja nicht in der eigenen Hand. Ich stehe bereit, wenn man das möchte. Und wenn man das nicht möchte, muss man mir das sagen." Die Enttäuschung sei "extrem groß", er stehe aber weiter zur Verfügung, erklärte Nagelsmann auch im ZDF.
Auch Niederlande verpassen Achtelfinale
Nach Deutschland schied mit den Niederlanden die nächste europäische Top-Nation bei der Fußball-WM aus. Das Oranje-Team musste sich im Sechzehntelfinale Marokko mit 2:3 (1:1, 1:1, 0:0) im Elfmeterschießen geschlagen geben. Im mexikanischen Monterrey schoss Cody Gakpo (72.) Oranje zunächst in Führung. Issa Diop (90.+1) glich für Marokko aus. Ismael Saibari verwandelte den entscheidenden Elfmeter für die Nordafrikaner.
Marokko, das vor vier Jahren beim Turnier in Katar als erstes afrikanisches Team ein WM-Halbfinale erreicht hatte, trifft nun am Samstag in Houston im Kampf um den Viertelfinaleinzug auf Kanada.
Diese Nachricht wurde am 30.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
