
Bestehende Gesetze für Opfer der SED-Diktatur könnten erweitert oder ein neues, auf Dopingopfer zugeschnittenes Gesetz geschaffen werden, erklärte Zupke in Berlin. Ihren Angaben zufolge hatte es in der Vergangenheit bereits spezielle Regelungen gegeben, die jedoch finanziell oder zeitlich befristet waren. Zupke veröffentlichte einen Bericht, wonach Anträge von Dopingopfern aktuell oftmals abgelehnt würden. Zur Begründung werde angegeben, dass das Zwangsdoping keine politische Verfolgung dargestellt habe.
Zwischen 1974 und 1989 sind dem Bericht zufolge schätzungsweise 10.000 bis 15.000 Athleten der DDR gedopt worden - meist ohne Wissen oder Aufklärung der Betroffenen. Für viele von ihnen hatte die Verabreichung der Mittel gesundheitliche Folgen.
Diese Nachricht wurde am 15.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
