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Hamburg
Seegerichtshof legt Rechtsgutachten zum Klimawandel vor

Der Internationale Seegerichtshof in Hamburg legt heute ein Gutachten zur Frage vor, inwiefern Staaten durch internationales Recht zu stärkeren Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel verpflichtet sind.

    Wappen und Schriftzug des Internationalen Seegerichtshofs sind an dessen Eingang im Hamburger Stadtteil Nienstedten zu sehen.
    Internationaler Seegerichtshof in Hamburg (Markus Scholz / dpa / Markus Scholz)
    Angestrengt hat das Gutachten eine Gruppe von neun kleinen Inselstaaten im Pazifik und in der Karibik. Sie sehen sich in ihrer Existenz bedroht, weil der Meeresspiegel wegen der Erderwärmung steigt. Ein Sprecher der Staatengruppe sagte, im Kern gehe um die Frage, ob Staaten durch das UNO-Seerechtsübereinkommen zu einer stärkeren Senkung ihrer Treibhausgasemissionen verpflichtet sind, als dies im Pariser Klimaschutzabkommen geregelt ist. Bindend sei das Gutachten jedoch nicht.
    Diese Nachricht wurde am 21.05.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.