
Die archäologische Studie ist bereits älter. Sie hatte gezeigt, dass Menschen in der Mittelsteinzeit plötzlich öfter an schweren Verletzungen gestorben sind. Vor 12.000 bis 7.000 Jahren wurden die Jagenden und Sammelnden langsam sesshaft und damit offenbar feindlicher.
Dieses Ergebnis bestätigt jetzt eine mathematische Re-Analyse der Universität Koblenz. Sie hat auch statistisch einen Anstieg zum Beispiel an tödlichen Verletzungen durch Klingen und Pfeile in dieser Zeit nachgewiesen. Das passt zur These, dass kriegerische Auseinandersetzungen mit der Sesshaftigkeit aufgekommen sind.
Die Forscher gehen davon aus, dass Jäger und Sammler Gewalt gegeneinander vermieden haben, weil es kaum Eigentum oder Landbesitz gab. Konflikten seien sie ausgewichen, indem sie in andere Gebiete weitergezogen seien statt im Kampf den Tod zu riskieren. Damals habe es auch keine Untertanen gegeben, die Herrschende in einen Krieg zwingen konnten. Das änderte sich laut Studie erst mit der Sesshaftigkeit, der Landwirtschaft und dem, was wir Zivilisation nennen.
Diese Nachricht wurde am 16.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
