Krieg
Selenskyj bittet Verbündete erneut um Flugabwehr-Raketen - russischer Frachter versenkt

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat erneut um Unterstützung bei der Abwehr russischer Raketen gebeten.

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj steht auf einer Pressekonferenz vor der Flagge seines Landes und spricht in ein Mikrofon.
    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (IMAGO | TT)
    In seiner abendlichen Videoansprache sagte Selenskyj, die dafür erforderlichen Abwehrraketen vom Typ "Patriot" gebe es weltweit - und sie sollten Menschen schützen, nicht in Lagern liegen. Nach seinen Worten war die Hauptstadt Kiew in der vergangenen Nacht mit 35 russischen Raketen angegriffen worden. Davon habe nur eine abgefangen werden können.
    Russland griff nach ukrainischen Angaben auch wieder Ziele in der Region Cherson im Süden der Ukraine an. Der Leiter der regionalen Militärverwaltung berichtete von acht Menschen, die verletzt worden seien. Ein russischer Luftangriff wird außerdem aus Nikopol in der Region Dnipro gemeldet. Dort soll eine Drohne einen Kleinbus getroffen und sieben Insassen verletzt haben. In der ukrainischen Hafenstadt Odessa schlugen ebenfalls Raketen ein.
    Das ukrainische Militär hatte zuvor im Asowschen Meer ein russisches Containerschiff versenkt. Das teilte Präsident Selenskyj auf seinem Telegram-Kanal mit. Die russische Atombehörde Rosatom bestätigte die Angaben. Ihr gehört die Reederei, für die das Schiff fuhr. Die 17 Besatzungsmitglieder hätten sich nach dem Einschlag von zwei Drohnen in Sicherheit bringen können.
    Diese Nachricht wurde am 02.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.